Nachlese(n)

 

Nachlese der Osterpredigt

 

 

Es geht Gott um uns, um unser aller Leben. Das zeigen die Geschehnisse von Ostern mit aller Deutlichkeit. Aber wir müssen noch weiter zurück-blicken: Warum hat Gott uns Menschen erschaffen – so, wie er uns erschaffen hat?

 

Gott ist die Liebe, und Liebe will lieben – und geliebt werden. Und: Wenn es Liebe auf ihre Höchst-form hin sein soll, müssen die Liebenden – wenigstens annähernd – einander ebenbürtig sein. So hat Gott uns Menschen erschaffen – mit dem darin liegenden Risiko.

 

Denn zur echten Liebe gehört der freie Wille der Liebenden, Ja zum anderen zu sagen – und beinhaltet die Möglichkeit des Nein. Wovon wir Menschen ausgiebig Gebrauch machen.

 

Gott ist die Liebe, er liebt jede und jeden einzelnen von uns – und er liebt alle Menschen insgesamt. Wenn also Menschen sich untereinander Böses antun, ist das gegen Gottes Liebe. Passiert oft genug, viel zu oft – aus allen möglichen Motiven. Und viel zu oft heißt es: Das geht leider nicht anders. Viele, zu viele Menschen leiden, sterben. Gegen Gottes Liebe.

 

Da hält Gott dagegen, voller Liebe: indem er uns zeigt, wie es auch geht. Er wird ein Mensch wie wir, Jesus, der Christus. Kurz gesagt: Er lebt als Mensch die Liebe, sogar durch Leiden bis zum Tod. Es geht auch so.

 

In Jesu Auferstehung zeigt uns Gott, der Mensch: Wir brauchen Leiden und Tod nicht zu fürchten, erst recht nicht aus dieser Angst heraus andere leiden und sterben zu lassen. Gott in seiner Liebe führt uns durch Leiden und Tod zum Leben. Voller Liebe opfert sich Jesus, der Christus für uns, damit wir Menschen begreifen, daß Leben voller Liebe möglich ist, durch Leiden und Tod hindurch. Es geht Gott um uns, unser aller Leben – voller Liebe. Es geht auch so.